Tiere rund um die Hammerschmiede
Eine Reise 11,6 Millionen Jahre zurück
Tiere rund um die Hammerschmiede
vor 11,6 Millionen Jahren
Die wissenschaftliche Erforschung der Hammerschmiede durch die Universität Tübingen läuft auf Hochtouren, weshalb die Zahl der dort entdeckten Arten stetig wächst. Heute gilt dieser Ort als eine der bedeutendsten Fossillagerstätten weltweit. Die schiere Masse und Vielfalt von über 170 fossilen Tierarten aus der Tongrube beweist, dass die Gegend hier vor 11,6 Millionen Jahren ein außergewöhnlich artenreiches, subtropisches Paradies war.
Einzigartiger Artenreichtum
Auf einer Fläche von nur einem Hektar finden sich mehr Tierarten als heute im gesamten Nationalpark Bayerischer Wald. Darunter befinden sich 90 Säugetiere, 30 Raubtierarten, 10 Schildkrötenarten und eine enorme Menge an Fischen. Um so vielen Lebewesen Platz zu bieten, muss die Landschaft ausgesprochen abwechslungsreich gewesen sein – geprägt von Flüssen, Seen, Wäldern und offenem Land.
Unter den Funden sind viele Tiere, die man heute aus tropischen oder subtropischen Regionen kennt, wie etwa Nashörner. Denn im Allgäu war es damals rund 12° Grad wärmer war als heute.
Die Rüsseltiere der Hammerschmiede sind heute ausgestorben. Die heutigen Elefanten haben sich aus einer anderen Linie entwickelt.
fleischfressende Raubtiere wie die Säbelzahnkatze jagten in diesen Wäldern.
Auch ganz kleine Tiere, wie diese Spitzmaus lebten hier.
Einige Schildkröten-Arten existieren heute noch in fast unveränderter Form.
Und natürlich darf der bekannteste Fund nicht fehlen: der Menschenaffe Danuvius guggenmosi – besser bekannt als UDO!